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Team Price - News 2011

Grossartiges Erlebnisse vom Sixdays Zürich

Ich danke den Veranstaltern um die Herren Freuler, Hürzeler und Gerber, die mir die grosse Chance gegeben haben, mein erstes Profi-Sechstagerennen zu fahren. Mit wenig Erfahrung in der technisch und koordinativ höchst anspruchsvollen und mitunter vergleichsweise fast gefährlichen Madisondisziplin stand ich unter Druck. Neuling, unerfahren, lange Strassensaison in den Beinen, viele grosse Namen am Start: Wie würden wohl die gestandenen Profis reagieren? Wie schnell würde da gefahren werden, kann ich meine Ablösungen sauber bringen? Wie viele Runden würden wir kassieren? Solche und ähnliche Fragen schwirrten durch den Kopf, je näher der letzte Novembertag heranrückte. Doch mit dem deutschen Marcel Barth wurde mir ein schon erfahrener Partner zugeteilt, der die nötige Ruhe mitbrachte und Verständnis für mich hatte. Und es kam noch besser, wir bewiesen uns als ganz unauffällig agierende Fahrer, die sich hie und da auch einmal in die Offensive wagten - zur Freude der Veranstalter. Von den anderen Fahrern wurde ich schnell akzeptiert.

Von Nacht zu Nacht fühlte ich mich sicherer und bekam immer mehr Spass am Wettbewerb selbst, nicht zuletzt wegen der zahlreichen positiven Rückmeldungen, welche ich von unterschiedlichsten Radsportkompetenzen erhalten habe. Mit meinem Hintergrund lässt sich der 11. Platz sehen, denn ohne Sturz und ohne gravierende Fehler das 6days abgespult zu haben, erfüllt mich mit Genugtuung! - Denn zu viele Möchtegern-Experten aus dem Strassenrennzirkus, die von der Bahn zu wenig verstehen und das Mundwerk mehr trainieren als die Beine, hatten mich im Vorfeld eher belächelt und dumme Sprüche geklopft, denn ein eiskaltes Profidebut ohne UIV-Sixdays-Nachwuchserfahrung kam manchem seltsam vor. - Bewiesen habe ich das Gegenteil, denn unsere Namen Oberholzer/Barth stehen auf der Schlussrangliste und das ist für mich wie ein Sieg! (Text: Bernhard Oberholzer)


 

Sieg beim "2 Joures de Genf"

Der 2-tägige Bahnwettbewerb auf der kurzen 166er-Bahn von Genf bestand aus verschiedenen Bahndisziplinen und als Hauptrennen einem Madisonwettkampf. Lionel Wüst war in Genf mein Partner. In den Einzeldisziplinen waren wir stets vorne dabei. In der Gesamtwertung nach Tag 1 lagen wir auf Platz 2 mit 12 Punkten Rückstand. Nachdem es am zweiten Tag noch besser lief und ich in den Disziplinen Punktefahren und Scratch meine Serie gewann sowie in der Ausscheidung Zweiter wurde, war die Ausgangslage spannend. Weil es für das Final im Madisonrennen schwierig war, die führenden Gaël Suter und Loïc Hugentobler nach Punkten zu schlagen, versuchten es Wüst und ich mit einem Rundengewinn. Früher als geplant holten wir tatsächlich die geforderte Runde auf unsere Gegner heraus und kontrollierten in der Folge unsere Opponenten permanent. Mit dem Sieg im Madison drehten wir den Ausgang des Rennens zu unseren Gunsten und gewinnen die Gesamtwertung der 2 Jours de Genève. Text: Bernhard Oberholzer


 

Interview: Patrick Schelling

Seit wann fährst du Rennen?

Rennen fahre ich seit 2007 (1. Jahr Junior) Angefangen habe ich beim VC Fischingen, wo ich immer noch Mitglied bin. Mein erstes Velorennen war der GP Raiffeisen in Oberwangen. Mein erstes Rennen gewann ich bei der Berg Schweizermeisterschaft der Junioren 2008 in Roveredo GR. (2. Jahr Junior)

Meine Eindrücke als Stagiaire:

Beim ersten Profirennen in Italien, dem Giro del Veneto, wurden wir Stagiaire im wahrsten Sinne des Wortes ins kalte Wasser geworfen. Gegen Ende des Rennens goss es nämlich wie aus Kübeln und die Schlussphase wurde zu einer regelrechten Wasserschlacht. Leider erreichte ich das Ziel nicht. Das zweite Rennen in Modena lief schon etwas besser und ich erreichte das Ziel im Feld als 55. Beim dritten Rennen in Prato am darauf folgenenden Tag kämpfte ich mich mit letzter Kraft ins Ziel. Die Strecke war ziemlich hart und mit grosser Mühe konnten 5 Fahrer von uns das Ziel erreichen, obwohl es zwischenzeitlich nicht gut ausgesehen hat. Eine Woche später konnte ich auch noch beim letzten Rennwochenende an den Start. Am Samstag beim Memorial Marco Pantani konnte ich ich auf dem sehr coupierten Gelände und bei horrendem Tempo nicht mithalten. Bei diesem Rennen erreichten nur 23 Fahrer das Ziel. Am Sonntag beim Giro della Toscana fühlte ich mich dann während des Rennens immer besser und auf der Schlussrunde mit einem steilen Anstieg, die viermal befahren wurde, konnte ich mich einigermassen vorne halten und klassierte mich auf dem 33. Rang. Alles in allem darf ich sagen, dass ich sehr gut ins Team aufgenommen wurde und ich bereits einiges von den erfahrenen Fahrern lernen konnte. Sie haben mich sehr gut auf die schweren Rennen in Italien vorbereitet. Jetzt freue ich mich auf die kommende Saison und hoffe auf erlebnis- und auch erfolgreiche Rennen.

Palmarès 2010

1. Jahresklassement Swiss Cycling (Amateure)
1. Rang Schweizermeisterschaft Berg U23 Montfaucon
1. Rang Bergrennen Martigny-Mauvoisin Amateur
1. Rang Bergrennen Nyon-St.Cergue U23
1. Rang Bergrennen GP Ägerisee Amateur
2. Rang Bergrennen Chur-Arosa
6. 48. Grand Prix Lausanne, Lausanne
6. Grand-Prix Oberbaselbiet, Zunzgen
7. GP Luzern, Roggliswil
12. Berner Rundfahrt, Lyss


Elite International:

33. Rang Giro della Toscana UCI 1.1
39. Rang GP Industria & Commercio di Prato UCI 1.1
55. Rang GP Citta di Modena UCI 1.1
DNF Memorial Marco Pantani UCI 1.1
DNF Giro del Veneto UCI 1.1

 



 
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